... genauer: Schweinemedaillons in Gorgonzola-Rahm-Sauce mit Spätzle und hausgemachter Apfelstrudel mit Vanilleeis!
Das gabs bei mir gestern Abend - wir waren nämlich österreichisch essen beim Chef Meili. Chef Meili gehört das Restaurant und eine Metzgerei/Delikatessenverkauf - er selbst war anscheinend mal Küchenchef im Hilton. Wir, das war eine relativ große Truppe mit einigen von Justus' Leuten aus Suwon und uns Mädels aus Seoul. Das österreichische Restaurant ist in Itaewon, einem Stadtteil von Seoul, der zum großen Teil von Ausländern dominiert wird. An der Straße reihen sich Starbucks und Dunkin Donuts nebeneinander und es gibt dort das Hard Rock Cafe Seoul. Was aber wirklich auffällt ist, dass man überall auf englisch angesprochen wird - auf der Straße hört man nur englisch und in den Läden wird auch gar nicht erst mit koreanisch angefangen, sondern gleich englisch gesprochen. Das fand ich für den Abend wirklich mal angenehm - weniger Zeichensprache und dafür schneller und einfacher das richtige bekommen... Naja, und beim Meili haben wir dann am Ende deutsch gesprochen - neben Meili, der Österreicher ist, gab es da nämlich noch einen deutschen Kellner - aus Nürnberg! Und die Speisekarte war eh der Hammer - ich hätt alles genommen. Es gab neben meinen Schweinemedaillons noch Schnitzel (so richtig riesig und dünn), Bratwürste mit Sauerkraut und Senf, Haxn und was man sich sonst noch so an (fleischlastigen) leckeren Sachen vorstellen kann. Dann gab es auch ein paar sehr gut aussehende Suppen und Salate - also einfach Salat, grün, mit Dressing - das gibt es hier nicht. Es gibt zwar Salat, aber da werden die Blätter immer nur zum Einwickeln von Fleischstückchen beim BBQ verwendet - so wie wir das kennen mit Dressing (und mit der Gabel essen...) haben die das hier nicht. Um auf die Speisekarte zurückzukommen - bei einem österreichischem Restaurant darf natürlich die Desserkarte nicht fehlen. Die hatte gestern Abend zu bieten: frischer hausgemachter Apfelstrudel, Kaiserschmarrn mit hausgemachtem Apfelmus, Crepes mit Vanilleeisfüllung, Sachertorte und noch ein paar andere Sachen. Meine Wahl ist, nachdem ich erfahren habe, dass er erst morgens frisch gemacht wurde, auf den Apfelstrudel gefallen - und das war ein Genuss!
Fazit: ein gelungener kulinarischer Abstecher heim.
Sonntag, 12. April 2009
Donnerstag, 9. April 2009
Mein Outdoor-Fitnesscenter
Erstmal vorneweg: vom letzten Wochenende gibt es Bilder in der Gallerie - zu erzählen gibt es dazu aber nicht sehr viel, es war einfach nur Sightseeing in Seoul...
Aber jetzt zu meiner neuesten Entdeckung - ok, mittlerweile ist sie ein paar Tage alt aber ich hab heut noch einen zusätzlichen Teil entdeckt.
-> Mein Outdoor-Fitnesscenter. Wo: vom Wohnheim aus auf der anderen Straßenseite, direkt am Fluss. Wer: hauptsächlich betagtere Koreaner + neuerdings ich :-). Wann: 24/7. Wieviel: nix.
Soviel zur Kurzfassung - die längere Version: Vor ein paar Tagen ist mir eingefallen dass ich hier ja auch etwas Sport machen wollte und deshalb auch meine Sportschuhe eingepackt hatte. In Gedanken an die unzähligen Eis- und Schokoladeportionen in den letzten Wochen hab ich mich dann spontan dazu entschlossen, mal meine Laufschuhe auszupacken und loszulaufen. Als Laufstrecke wollt ich mal die Gegend um den Fluss gegenüber vom Wohnheim testen, weil ich da schon Leute Radfahren und Laufen gesehen habe von Weitem. Allerdings habe ich nicht erwartet, dass es da mehr gibt als einen Weg, auf dem ab und zu ein paar Leute laufen - was mir erzählt wurde haben die Koreaner keine Zeit für sowas wie Spazierengehen oder so... Also bin ich los über die Straße in der Hoffnung, dass ich gleich einen Weg runter zum Fluss finde ohne lang neben den stinkenden Autos herlaufen zu müssen. Der Weg zum Fluss kam dann auch früher als erwartet und der führt nicht nur zu einem Weg entlang des Flusses sondern direkt zu einem kleinen "Outdoor-Fitnessstudio" mit Fitnessgeräten. Es gibt keine ausgefallenen Geräte mit Gewichten und verstellbaren Sitzen o.ä., aber es reicht vollkommen aus! (Bilder davon werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen hochladen, wenn ich rausgefunden habe, wie ich die von meiner Handykamera auf den Computer lade...) Nach einem kurzen Aufwärm-Lauf einmal ein Stück am Fluss entlang und zurück hab ich mich dann an diese Geräte gemacht - zusammen mit eher älteren Koreanern, teilweise Rentnern, die mit ihrem Handwägelchen kurz vorbei gekommen sind und ein paar Übungen gemacht haben und ab und zu auch mal etwas Jüngere, die einen kurzen Stopp auf ihrer Lauf- oder Radstrecke eingelegt haben. Meistens war es aber ich, die das Durchschnittsalter drastisch gesenkt hat ;-). Ich bin jedenfalls richtig begeistert davon, was ich direkt neben meinem Wohnheim alles finde. Neben diesen Geräten gibt es da auch Basketballfelder und volleyballfeldgroße Felder mit Netzen, auf denen man eigentlich alles spielen kann - die Koreaner spielen da auch Fußball über das Netz - sehr interessant... Der Weg am Fluss entlang ist außerdem nicht einfach nur ein "Weg", sondern hat teilweise Laufbelag und sogar zwei Spuren für Radfahrer mit speziellem Belag. Was es finde ich außerdem sehr angenehm macht ist, dass das ganze unter einer Brücke liegt und man zwar frische Luft (insofern die in Seoul mal vorhanden ist) genießen kann und trotzdem Schatten und das Gefühl von etwas Ruhe hat.
Heute Abend hab ich mich wieder dahin aufgemacht und sogar noch ein Event entdeckt: Freiluft-Aerobic mit den üblichen Mitsportlern! Eigentlich ist das ja nicht so mein Ding, aber das fand ich ganz schön. Das hab ich auch eher aus Zufall entdeckt als ich eigentlich schon fast wieder ins Wohnheim gehen wollte. Da kam auf einmal aus der Nähe wahnsinnig laute Musik - ich dachte da gibts vielleicht ein Konzert - und dann war da auf einer Bühne quasi eine Trainerin gestanden und auf einem Basketballplatz davor lauter Koreanerinnen (das waren wirklich nur Frauen *G*), die da voll dabei waren. Ich denke, das wird jeden Donnerstagabend um 8 Uhr gemacht und deshalb kannten die das alle schon. Ich hab mich dann mal dazu gestellt und ein bisschen mitgemacht, konnte aber mit den trainierten Koreanerinnen vor mir nicht mithalten... Davon hab ich auch ein Bild gemacht und werde es demnächst hochladen, falls es bei dem Licht was geworden ist (es war schon dunkel und meine Handykamera ist -naja- schlecht).
Diese quasi Sportanlage unter einer Brücke und neben einem Fluss in Seoul hat mich wirklich überrascht - ich hätte die Koreaner einfach nicht so eingeschätzt, dass in sowas investiert wird. Ich finds toll und bin froh, dass ich das jetzt entdeckt hab - das bleibt mir für die Zeit hier wohl die Abwechslung, die ich in dem ganzen Uni-Großstadt-Trott brauche!
Aber jetzt zu meiner neuesten Entdeckung - ok, mittlerweile ist sie ein paar Tage alt aber ich hab heut noch einen zusätzlichen Teil entdeckt.
-> Mein Outdoor-Fitnesscenter. Wo: vom Wohnheim aus auf der anderen Straßenseite, direkt am Fluss. Wer: hauptsächlich betagtere Koreaner + neuerdings ich :-). Wann: 24/7. Wieviel: nix.
Soviel zur Kurzfassung - die längere Version: Vor ein paar Tagen ist mir eingefallen dass ich hier ja auch etwas Sport machen wollte und deshalb auch meine Sportschuhe eingepackt hatte. In Gedanken an die unzähligen Eis- und Schokoladeportionen in den letzten Wochen hab ich mich dann spontan dazu entschlossen, mal meine Laufschuhe auszupacken und loszulaufen. Als Laufstrecke wollt ich mal die Gegend um den Fluss gegenüber vom Wohnheim testen, weil ich da schon Leute Radfahren und Laufen gesehen habe von Weitem. Allerdings habe ich nicht erwartet, dass es da mehr gibt als einen Weg, auf dem ab und zu ein paar Leute laufen - was mir erzählt wurde haben die Koreaner keine Zeit für sowas wie Spazierengehen oder so... Also bin ich los über die Straße in der Hoffnung, dass ich gleich einen Weg runter zum Fluss finde ohne lang neben den stinkenden Autos herlaufen zu müssen. Der Weg zum Fluss kam dann auch früher als erwartet und der führt nicht nur zu einem Weg entlang des Flusses sondern direkt zu einem kleinen "Outdoor-Fitnessstudio" mit Fitnessgeräten. Es gibt keine ausgefallenen Geräte mit Gewichten und verstellbaren Sitzen o.ä., aber es reicht vollkommen aus! (Bilder davon werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen hochladen, wenn ich rausgefunden habe, wie ich die von meiner Handykamera auf den Computer lade...) Nach einem kurzen Aufwärm-Lauf einmal ein Stück am Fluss entlang und zurück hab ich mich dann an diese Geräte gemacht - zusammen mit eher älteren Koreanern, teilweise Rentnern, die mit ihrem Handwägelchen kurz vorbei gekommen sind und ein paar Übungen gemacht haben und ab und zu auch mal etwas Jüngere, die einen kurzen Stopp auf ihrer Lauf- oder Radstrecke eingelegt haben. Meistens war es aber ich, die das Durchschnittsalter drastisch gesenkt hat ;-). Ich bin jedenfalls richtig begeistert davon, was ich direkt neben meinem Wohnheim alles finde. Neben diesen Geräten gibt es da auch Basketballfelder und volleyballfeldgroße Felder mit Netzen, auf denen man eigentlich alles spielen kann - die Koreaner spielen da auch Fußball über das Netz - sehr interessant... Der Weg am Fluss entlang ist außerdem nicht einfach nur ein "Weg", sondern hat teilweise Laufbelag und sogar zwei Spuren für Radfahrer mit speziellem Belag. Was es finde ich außerdem sehr angenehm macht ist, dass das ganze unter einer Brücke liegt und man zwar frische Luft (insofern die in Seoul mal vorhanden ist) genießen kann und trotzdem Schatten und das Gefühl von etwas Ruhe hat.
Heute Abend hab ich mich wieder dahin aufgemacht und sogar noch ein Event entdeckt: Freiluft-Aerobic mit den üblichen Mitsportlern! Eigentlich ist das ja nicht so mein Ding, aber das fand ich ganz schön. Das hab ich auch eher aus Zufall entdeckt als ich eigentlich schon fast wieder ins Wohnheim gehen wollte. Da kam auf einmal aus der Nähe wahnsinnig laute Musik - ich dachte da gibts vielleicht ein Konzert - und dann war da auf einer Bühne quasi eine Trainerin gestanden und auf einem Basketballplatz davor lauter Koreanerinnen (das waren wirklich nur Frauen *G*), die da voll dabei waren. Ich denke, das wird jeden Donnerstagabend um 8 Uhr gemacht und deshalb kannten die das alle schon. Ich hab mich dann mal dazu gestellt und ein bisschen mitgemacht, konnte aber mit den trainierten Koreanerinnen vor mir nicht mithalten... Davon hab ich auch ein Bild gemacht und werde es demnächst hochladen, falls es bei dem Licht was geworden ist (es war schon dunkel und meine Handykamera ist -naja- schlecht).
Diese quasi Sportanlage unter einer Brücke und neben einem Fluss in Seoul hat mich wirklich überrascht - ich hätte die Koreaner einfach nicht so eingeschätzt, dass in sowas investiert wird. Ich finds toll und bin froh, dass ich das jetzt entdeckt hab - das bleibt mir für die Zeit hier wohl die Abwechslung, die ich in dem ganzen Uni-Großstadt-Trott brauche!
Donnerstag, 2. April 2009
Koreanischer (Steh-)Fußball
Gestern war FUSSI angesagt und zwar das WM-Qualifikationsspiel Südkorea vs. Nordkorea hier in Seoul - und wir LIVE dabei im Stadion!
Es war nicht wirklich vergleichbar mit europäischem Fußball - weder von der Stimmung im Stadion noch vom Spiel, aber es war trotzdem ein toller Abend.. Zur Stimmung: es gab eine Kurve, anscheinend die SC Seoul-Fankurve, wo auch bei Spielen des Seouler Fußballclubs ordentlich Stimmung ist, und da war auch gestern Stimmung, also angefangen von den Fangesängen, die eigentlich nicht von der Kurve ausgegangen sind und von den riesen Südkorea-Flaggen, die über die komplette Kurve verteilt waren. (Ich brauche glaube ich nicht zu erwähnen, dass das Stadion meiner Meinung nach abgesehen von den nordkoreanischen Spielern und Trainern von Südkorea dominiert wurde.) Wir waren in der gegenüberliegenden Kurve in einem Block mit wahrscheinlich 70% ausländischen Südkorea-Fans, die ab und zu versucht haben, etwas Stimmung zu machen, allerdings nicht über den Block rausgekommen sind. Ok, eines hat doch geklappt: einmal ist eine Laola-Welle sage-und-schreibe 3 mal um das Stadion gegangen, dann aber irgendwo an einer langen Seite verebbt. Natürlich kamen ab und zu -"Südkorea"-Rufe ("Hangug" 한국 oder "Daehanmingug" 대한민국), aber nur vom Rufen kocht ja auch kein Stadion.. Ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass das nicht toll war, aber in Sachen Stimmung-im-Fußballstadion haben die Koreaner noch Nachholbedarf. Vielleicht ist das bei Baseball anders - die Koreaner stehen eher auf Baseball, als auf Fußball - mal schaun, ob ich das in der Zeit hier noch rausfinde...
Naja, und zum Spiel... Ich würde es eher als Stehfußball beschreiben. Die Spieler sind immer so ein bisschen "gelaufen" (ich glaub mir ist keiner aufgefallen, der mal gerannt oder gesprintet ist) und haben darauf gewartet, dass der Ball in ihre Richtung kommt. Wenn sie den Ball hatten, haben sie nach ein paar Schritten gleich wieder versucht, ihn irgendwo hin zu schießen, wo dann jemand stand oder auch nicht... Zu Torschüssen kamen die Südkoreaner aber trotzdem einige Male, haben aber nur eines, kurz vor Ende der Spielzeit, reingebracht. Letztendlich haben "wir" also 1:0 gewonnen und sind jetzt Gruppenerster mit einem Spiel weniger!
Es war nicht wirklich vergleichbar mit europäischem Fußball - weder von der Stimmung im Stadion noch vom Spiel, aber es war trotzdem ein toller Abend.. Zur Stimmung: es gab eine Kurve, anscheinend die SC Seoul-Fankurve, wo auch bei Spielen des Seouler Fußballclubs ordentlich Stimmung ist, und da war auch gestern Stimmung, also angefangen von den Fangesängen, die eigentlich nicht von der Kurve ausgegangen sind und von den riesen Südkorea-Flaggen, die über die komplette Kurve verteilt waren. (Ich brauche glaube ich nicht zu erwähnen, dass das Stadion meiner Meinung nach abgesehen von den nordkoreanischen Spielern und Trainern von Südkorea dominiert wurde.) Wir waren in der gegenüberliegenden Kurve in einem Block mit wahrscheinlich 70% ausländischen Südkorea-Fans, die ab und zu versucht haben, etwas Stimmung zu machen, allerdings nicht über den Block rausgekommen sind. Ok, eines hat doch geklappt: einmal ist eine Laola-Welle sage-und-schreibe 3 mal um das Stadion gegangen, dann aber irgendwo an einer langen Seite verebbt. Natürlich kamen ab und zu -"Südkorea"-Rufe ("Hangug" 한국 oder "Daehanmingug" 대한민국), aber nur vom Rufen kocht ja auch kein Stadion.. Ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass das nicht toll war, aber in Sachen Stimmung-im-Fußballstadion haben die Koreaner noch Nachholbedarf. Vielleicht ist das bei Baseball anders - die Koreaner stehen eher auf Baseball, als auf Fußball - mal schaun, ob ich das in der Zeit hier noch rausfinde...
Naja, und zum Spiel... Ich würde es eher als Stehfußball beschreiben. Die Spieler sind immer so ein bisschen "gelaufen" (ich glaub mir ist keiner aufgefallen, der mal gerannt oder gesprintet ist) und haben darauf gewartet, dass der Ball in ihre Richtung kommt. Wenn sie den Ball hatten, haben sie nach ein paar Schritten gleich wieder versucht, ihn irgendwo hin zu schießen, wo dann jemand stand oder auch nicht... Zu Torschüssen kamen die Südkoreaner aber trotzdem einige Male, haben aber nur eines, kurz vor Ende der Spielzeit, reingebracht. Letztendlich haben "wir" also 1:0 gewonnen und sind jetzt Gruppenerster mit einem Spiel weniger!
Abonnieren
Posts (Atom)