Mittwoch, 4. März 2009

Essen gut - alles gut

안녕하세요 alle zusammen...
Nach fast einer Woche komme ich hier im Land mit dem "falsch" stehenden Mond (der ist gedreht...) dazu, den Blog zu eröffnen. Ich kann ja mal von Anfang an loslegen...
Der Flug war ok - das koreanische Menü hat bis auf eine Ausnahme Lust auf mehr gemacht und bei der Aussicht beim Anflug auf Seoul hab ich mir nur gedacht, dass ich unbedingt ein Boot mieten muss, um auf diese Inseln vor der Küste zu fahren - hat sehr schön ausgesehen! Einziges Problem: mein fehlender Motorbootschein... Am Flughafen wurde ich dann von meiner Mentorin abgeholt und sie konnte gottseidank Englisch. Sie hat mir von der ersten Busfahrt, vom Einkaufen, Handy und Prepaid besorgen bis zum Internet-einrichten heute quasi bei allem geholfen - ohne sie wäre ich heute zwar Profi in der Zeichensprache aber in den letzten Tagen wohl vor Verzweiflung um zehn Jahre gealtert. Ohne Koreanisch ist es hier wirklich schwer, selbst an der Uni koennen die Leute nur selten Englisch. Zwar sind alle sehr hilfsbereit und engagiert wenn man was fragt oder verloren rumsteht, aber die Kommunikation geht dann eher mit Händen und Füßen voran oder sie begleiten einen gleich zu dem Gebäude das man sucht...
Den ersten Nachmittag hab ich damit verbracht, das nötigste einzukaufen und spät nachts noch meine Zimmermitbewohnerin, eine Amerikanerin, kennen zu lernen - ich hab da ja nicht mein eigenes Zimmer, aber die Mitbewohnerin ist nett und am gleichen Flur wohnen noch zwei andere Austauschstudentinnen, was das Wohnheimleben etwas verbessert. Zu dem Wohnheim gehört auch eine Cafeteria, in der es früh, mittags und abends Essen gibt - natürlich alles koreanisch, also auch früh Reis, Gemüsezeug, eine Art Fleischbällchen und (Fisch)suppe (die hab ich weggelassen...). Aber selbst mit Reis zum Frühstück kann ich mich hier anfreunden! Bis auf die eine Ausnahme aus dem Flugzeug (Gimchi) ess ich bisher auch alles und find es sehr lecker. Gimchi hatte noch ein paar Chancen, aber das geht einfach nicht...
Zur Uni: riiiiessig groß - der Wahnsinn! Kann ich gar nicht beschreiben, man läuft vom einen Ende zum anderen einfach mal 20 Minuten bergauf-bergab. An einem Ende (natürlich nicht das Ende, an dem mein Wohnheim ist) ist eine U-Bahnstation, aber es heißt eigentlich immer wenn ich irgendwo hin will Treppensteigen und Berge erklimmen. Ich hab allerdings noch Glück, dass ein Großteil meiner Kurse in Gebäuden in der Nähe des Wohnheims sind. Die Uni im Allgemeinen kommt mir sehr glorifiziert vor - ich weiß nicht, ob das nur von der Unileitung ausgeht oder allgemein so ist, aber allein die Verwaltungsgebäude finde ich schon sehr pompös  (die Gebäude der Colleges Economics bzw. Business sehen ähnlich aus) - die bauen grad an nem 2. Verwaltungsgebäude (wozu auch immer...)
Die Stadt ist auch super - wahnsinnig groß und wo man hinsieht riessige Gebäude. Am Samstag waren wir in einem Tempel mitten in der Stadt - vor dem Tempel ist eine 5-spurige Straße und eine riesige Kreuzung und vom Tempel aus konnte man im Hintergrund die Türme der Stadt sehen.
Am Sonntag hatte ich dann noch eine koreanische Familienerfahrung - ich war mit meiner Mentorin bei einer ihrer Freundinnen in der Nähe von Seoul eingeladen und wir haben den Tag mit koreanischer Pizza (mit süßer Kartoffel im Rand), koreanischem Kartenspiel und am Ende koreanischem Barbeque (mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen!) verbracht. Also nach den letzten Tagen kann ich nur sagen, dass ich sowohl die Stadt als auch die Uni toll finde (die Kurse gestern und heute haben sich alle sehr gut angehört) und sogar das Essen find ich gut. Koreanisches Bier haben wir auch schon probiert und als ok eingestuft - ist natürlich essentiell... Und falls ich es mal nicht mehr in ein Restaurant oder die Cafete schaffen sollte, gibt es hier für alles einen Lieferservice - man kann sich sogar Bier oder was von McDonalds liefern lassen... Es soll mir also nicht mal an McDonals fehlen.
P.S.: Bilder folgen hoffentlich noch ein paar, wenn es das Internet hier zulässt.

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