Zuerst wollten Berit, Justus und ich was essen in einem Restaurant in einer Art Kneipen- und Restauranteck in der Nähe von Berits und meiner Uni. Das Restaurant hat in den Tischen Grill- bzw. "Feuer"-stellen und wir haben schon von außen gesehen, dass es da ganz lecker aussehendes BBQ gibt - das wollten wir dann auch bestellen mit dem einzigen Hindernis, dass wir uns nicht auf koreanisch ausdrücken konnten und uns auch Englisch nicht weitergeholfen hat, weil in dem Restaurant niemand Englisch spricht. Wir haben es dann dadurch versucht, dass wir auf das Gericht in einem Wandbild zeigen. Die Bedienung hat uns dann irgendwas dazu gesagt und weil wirs nicht besser wussten haben wir einfach mal genickt - man will ja höflich sein.
Naja, wir haben dann kein BBQ bekommen sondern was anderes - Bulgogi. Ich weiß nicht, wie sie darauf gekommen ist aber wir hatten das Gefühl, sie will uns das einfach verkaufen und hat in uns leichte "Opfer" gefunden. Ok - wir hatten dann zwar kein BBQ, aber Bulgogi, was auch lecker ist - zumindest war Fleisch drin und natürlich gab es viel Gemüse. Das ganze wurde uns in die Mitte des Tischs gestellt in eine riesige Pfanne auf diese Feuerstelle - also zumindest den Effekt hatten wir und wurden letztendlich auch gut satt davon.
Als nächstes kam dann eine Kneipe eine Ecke weiter, in der es Soju natur und Soju mit Joghurt-geschmack gab. Soju ist Reisschnaps und hört sich vielleicht mit Joghurtgeschmack etwas komisch an, schmeckt aber sehr lecker!
Danach haben wir uns mit Hannah und einer Freundin von ihr getroffen, um schließlich mit der U-Bahn in ein Kneipen- und Clubviertel von Seoul zu fahren und nach einer Bar schließlich in einem Club zu landen. Eigentlich wollten wir den Abend nicht so lange ausdehnen, aber irgendwie wurde dann doch beschlossen, dass wir ihn in einem Club fortsetzen.
In dem Club... gibt es hauptsächlich männliche Besucher, zumindest sind mir die Horden auf der Tanzfläche aufgefallen. Diese Horden haben sich dann schlagartig zu uns umgedreht, als wir - "exotische" Mädels aus Europa und USA - auf die Tanzfläche sind. Allerdings bleibt es in koreanischen Clubs dann nicht beim hingucken, sondern es hängt einem fast permanent einer am Hintern - wortwörtlich! Und hier hilft es auch nicht, einen ablehnenden Blick zuzuwerfen oder denjenigen zu ignorieren, was uns dann schon sehr genervt hat mit der Zeit. Nichtsdestotrotz haben wir es dort noch einige Zeit ausgehalten und sind dann mit dem Taxi zurück in den Dorm gefahren - ja, mit dem Taxi, das hat uns für eine geschätzte 20-30-minütige Fahrt nur ca. 9 Euro gekostet, zu viert. Mit der U-Bahn wären wir nicht viel billiger weggekommen, abgesehen davon dass hier, in der Hauptstadt, weder U-Bahnen noch Busse zwischen Mitternacht und 5.30Uhr fahren...
Ich habe ja vor meiner Ankunft hier schon von der Sperrstunde im Dorm erzählt - man soll laut "dorm rules" (zum kaputtlachen, diese Regeln...) um 12.30 Uhr nachts im Zimmer und ruhig sein. - Das hört sich schlimm an, ist es aber nicht wenn man weiß, dass der Türöffner von innen funktioniert und man den Sensor über einen Karton, den man durch den Türschlitz schiebt, aktivieren kann. - Also Sperrstunde gibt es in dem Dorm eigentlich für niemanden...
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