Montag, 30. März 2009

Ein Wochenende Urlaub...

... im Süden von Korea: in Busan. - Ein kleiner Reisebericht vom letzten Wochenende:

Nachdem ja der erste geplante Trip auf eine Insel in der Nähe von Seoul flachgefallen ist wollten wir am letzten Wochenende wirklich mal raus aus Seoul. Die Wahl ist dann auf Busan, die zweitgrößte Stadt Koreas gefallen. Wir, also Berit und ich, sind am Freitag dann in 3 Stunden mit dem Schnellzug (KTX - einer der modernsten Züge und Schnellstrecken der Welt!) da hin gefahren. Den Freitagabend hatten wir schonmal verplant, weil wir in einen Hot Spa wollten. Das hat sich dann auch als wirkliches Erlebnis herausgestellt, weil die Spas hier in Korea ganz anders sind als die, die ich kenne. Zuerst geht man in einen "Nassbereich", der für Männer und Frauen getrennt ist, da ist man nackt. In diesem Bereich sind ein paar Becken mit heißem und kaltem Wasser und ein paar Saunen und ein "Waschbereich" - man wäscht sich nämlich davor und danach gründlich und dieser Waschbereich hat gut 1/3 dieses Raumes ausgemacht. Also haben wir angefangen, uns in diesem Waschbereich ein Plätzchen zu suchen mit Dusche, Hocker, Handtuch, Seife und Spiegel und uns erstmal schön gesäubert. Neben uns hatten die Frauen ihre kompletten Waschutensilien dabei inklusive Zahnbürste - die sind da dann wohl raus aus dem Spa, heimgefahren und direkt ins Bett. Wir haben uns nach dem Waschen jedenfalls zu diesen Becken mit dem heißen Wasser begeben und etwas hilflos geschaut, da hat uns dann eine der Damen in einem Becken mit dem Finger gezeigt, dass wir doch erst in dem weniger heißen Becken anfangen sollen. Naja, da haben wir uns dann reingelegt bis es zu heiß wurde und dann sind wir raus - das ganze mit ein paar anderen Becken noch und dann waren wir irgendwie schon ziemlich k.o. und wir sind wieder zu dem Waschbereich. Als wir da fertig waren haben wir uns so ne Art Pyjama angezogen, was wir am Eingang bekommen haben, und sind ein Stockwerk höher in den sog. Jimjilbang, einen riesigen Ruheraum mit Decken, wo man sich hinlegen konnte, einzelnen Räumen mit Matratzen wo man auch die Nacht drauf schlafen konnte (man kann da über Nacht bleiben - ohne Zeitbegrenzung), dann gab es noch Saunen und natürlich Internet, einen laufenden TV und einen Imbiss (das darf in Korea nicht fehlen...). Hier waren wieder Männer und Frauen zusammen. Wir haben uns dann eine Decke genommen und uns auf den Boden gelegt und sind beide eingeschlafen - es war so entspannend, ich hätte da über Nacht liegen bleiben können, wenn ich nicht doch mein Bett und Waschzeug im Backpackers gehabt hätte. Also haben wir uns dann wieder aufgerafft, um noch eine U-Bahn in den Backpackers zu bekommen. Der Backpackers war mitten in so einem Wohnklotz, die hier überall stehen, in einer normalen Wohnung. Da waren einfach ein paar Stockbetten in den Zimmern und man hatte außerdem eine gescheite Küche und ein Wohnzimmer - fand ich super!

Am Samstag sind wir dann zu einem Tempel gefahren, dem Beomeosa Tempel - den gibt es seit dem späten 7. Jahrhundert. Einen guten Eindruck davon bekommt man glaube ich auf den Bildern, die ich in den nächsten Tagen noch hochladen werde. Danach sind wir an den bekanntesten Strand Koreas gefahren: Haeundae Beach. Da liegen die Urlauber im Sommer angeblich aufeinander und der Strand von oben ist ein einziges Meer von Sonnenschirmen. Also im Sommer will ich da glaube ich nicht hin, aber am Samstag war es super - Sonne, Strand, Meer - wie im Urlaub! Nach dem Nachmittag am Strand haben wir uns dann noch aufgemacht in den Shopping-Teil Busans aufgemacht mit Straßenständen mit "sowaswie" Gucci-Handtaschen und daneben natürlich McDonalds und KFC. Die Querstraßen waren wirklich voll von Kleidungs- und Taschengeschäften, ich hab keine Ahnung, wie die sich da halten aber egal in welche Straße man geschaut hat, man hätte sich überall neu einkleiden können (insofern man nicht so viel Wert auf Qualität legt bei der Kleidung). Eine Straße weiter runter wurde es dann auch wirklich koreanisch - da gab es dann nur noch koreanische Bars, Restaurants, Spielwelten und auf einmal konnte niemand mehr auch nur EIN Wort Englisch. Das war auch die Zeit, in der wir unbedingt einen Subway (Sandwiches, nicht die U-Bahn!) gesucht haben und es uns bestimmt zwei Stunden gekostet hat um letztendlich am Bahnhof (wo unsere letzte Hoffnung war, Subway oder was Ähnliches zu finden) jemanden zu finden, der uns gesagt hat, dass es das in Busan nicht gibt - vielleicht in Seoul, aber auf keinen Fall in Busan. - Ja, in Seoul haben wir einen direkt außerhalb der Uni, und in Busan, mit 3 Mio Einwohnern, gibt es keinen. Wir haben dann darauf geschlossen, dass die Busaner die "typischen" Koreaner verkörpern, die u.a. nur koreanisch sprechen, noch nie im Ausland waren und auch nichts mit Subway anzufangen wüssten. Naja, der Abend endete dann spät und mit schmerzenden Füßen bei einer Art Sandwich (nicht annähernd vergleichbar mit Subway!!) in einem Laden in der Nähe vom Bahnhof - glorreich!

Den Sonntag wollten wir auch noch etwas nutzen, da der Zug erst nachmittags um 3 fahren sollte, und haben uns dazu entschlossen auf einen Fischmarkt und in den Hafen zu fahren und danach noch auf den Busan Tower - daher kommen dann auch die Bilder, die hoffentlich bald online kommen, mit dem Blick über Busan und auf das Meer. Dieses Bild gibt eigentlich auch gut das Wochenende in Busan wieder: Stadt, Meer, Strand - Urlaub!

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