Montag, 23. März 2009

Ein verplantes Wochenende...

Nachdem das Wochenende schon wieder wie im Flug vergangen ist, will ich gleich nochmal was davon erzählen, bevor das in der Woche wieder untergeht und dann schon das nächste Wochenende ansteht... Das war jetzt das dritte Wochenende hier und ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist, vor allem weil dieses Wochenende letztendlich doch nichts geplant war, aber die Zeit wieder wie im Flug vergangen ist...

Eigentlich wollten wir auf eine Insel in der Nähe von Seoul fahren, um uns etwas an den Strand zu legen, in einem Spa die Füße hochzulegen und -frische- Luft einzusaugen. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass alle Unterkünfte auf der Insel, die wir ausgesucht haben, komplett ausgebucht waren. Die anderen Inseln von Seoul wollten wir mal nicht ansteuern, da es um einiges länger gedauert hätte und komplizierter gewesen wäre, hinzukommen. Da wir dann auch nicht auf gut Glück auf diese eine Insel losfahren wollten, weil wir uns hier außerhalb von Seoul mit Englisch noch schlechter verständigen können als schon in Seoul, haben wir uns entschieden, in Seoul zu bleiben. Am Freitag waren wir dann sowieso auf eine Party mit internationalen Studenten eingeladen und den Samstag wollten wir in einem Spa hier in Seoul genießen. Weil wir außerdem sehr müde waren, wollten wir auch nur relativ kurz auf diese Party - naja, letztendlich waren wir glaube ich um 4 Uhr früh wieder da. Für den Spa konnten wir uns dann am Samstag auch nicht wirklich begeistern, dafür sind wir etwas Sightseeing gegangen. Zuerst waren wir - Berit, De und ich - am Cheonggyecheon bzw. Cheonggye Stream, einem Flußlauf in Seoul, der bis vor Kurzem durch eine große Straße überbaut war. Erst 2003 wurde damit begonnen diesen Flußlauf wieder auszugraben und neu anzulegen - was aber sehr gut gelungen ist! In der Gallerie sind ein paar Bilder dazu, allerdings kommen neue, sobald es hier richtig Frühling wird und alles blüht, dann muss es da wunderschön sein! Nachdem wir da etwas entlanggeschlendert sind sind wir noch in ein relativ traditionelles Viertel von Seoul gleich um die Ecke, Insadong. Entlang der Straße findet man erstmal alle möglichen Imbissbuden (wo ich meinem Magen zuliebe nichts esse), irgendwelche Taschenverkäufer und: Stände mit Filmen für 2500KRW, also beim aktuellen Wechselkurs weniger als 1,50EUR. Die Filme bekommt man dann auf eine DVD gebrannt und mit einem ausgedruckten DVD-Cover. Die Cover sind auf englisch, deutsch, niederländisch - bunt gemischt, aber die Filme sind auf englisch - und das ganze ist hier wohl legal... Neben diesen doch weniger "traditionellen" Läden gibt es in Insadong z.B. den einzigen Starbucks in Korea (soweit ich weiß), bei dem "Starbucks" über dem Eingang tatsächlich in koreanischen Schriftzeichen steht, es gibt Läden mit den traditionellen Gewändern und so einen (Souvenir-)Laden mit traditionellen Schnitzereien, Teesets, Kleidung etc. Mitten auf einer der Straßen in Insadong wurde außerdem eine koreanische Süßigkeit, Kkultarae, hergestellt. Diese Kkultarae sehen aus wie kleine Seidenknäuel und sind mit Nüssen gefüllt. Die "Seidenfäden" sind tatsächlich wahnsinnig dünne Honigfäden mit Maismehl dran, die um die Nussfüllung gewickelt werden. An dem Stand machen die alles frisch und performen die Herstellung dieser Honigfäden mit einem Unterhaltungswert, von dem sich viele TV-Shows was abschneiden könnten! Um diese Honigfäden zu bekommen wir nämlich erstmal ein Loch in einen Klumpen Honig gemacht. Dieser Ring wir dann langsam auseinander gezogen und in Maismehl eingetaucht. Dann wird der Ring einmal gedreht und gefaltet, um dann zwei Lagen von diesem Ring zu haben - ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, jedenfalls wird dieser Ring immer wieder in Maismehl getaucht und dann so gefalten, dass sich die Lagen verdoppeln und man dann etliche Tausend sehr dünne Lagen bekommt. In der Gallerie sind auch wieder Bilder davon, aber ich weiß nicht, ob man da was erkennen kann, weil das alles hinter einer Scheibe gemacht wurde. De und ich haben uns dann eine Packung von diesen Kkultarae gekauft und sie eigentlich in einem Zug aufgegessen - ist eine sehr süße und "fadige" Angelegenheit, aber sehr sehr lecker!! Ich frag mich, ob man die in Deutschland auch bekommt und ob sie dann auch so gut schmecken, obwohl sie nicht so frisch sind. Werd ich aber definitiv mal suchen, wenn ich wieder da bin. Aber bis dahin ist ja noch n bisschen und es gibt hoffentlich noch ganz viel zu berichten!

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